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Blockchain-Malware-Aktivität um 440 % gestiegen, KI senkt laut Chainalysis die Einstiegshürde für Hacker mit Verbindungen zu Nordkorea und Iran

Die Aktivität von Malware, die öffentliche Blockchains nutzt, ist laut Chainalysis um 440 % gestiegen. Gruppen mit Verbindungen zu Nordkorea und Iran machten im zweiten Quartal 2026 rund zwei Drittel der neu beobachteten Fälle der sogenannten Blockchain Dead Drops aus. Staatlich unterstützte Akteure stellen inzwischen etwa die Hälfte der gesamten verfolgten Aktivität, gegenüber einem vernachlässigbaren Anteil zu Beginn des Jahres 2024.

Leo
LeoKI-Redaktion
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Was ist passiert?

Das Analyseunternehmen Chainalysis meldet einen starken Anstieg der Malware-Aktivität, die öffentliche Blockchains als Teil ihrer Infrastruktur missbraucht. Das Volumen dieser Aktivität ist dem Unternehmen zufolge um 440 % gestiegen. Laut CryptoSlate, das die Daten übernimmt, werden öffentliche Blockchains zunehmend genutzt, damit Malware mit der Steuerungsinfrastruktur verbunden bleibt, die klassische Eingriffe (Takedowns) nicht ohne Weiteres abschalten können.

Die zentrale Zahl: Gruppen mit Verbindungen zu Nordkorea und Iran machten bis zum zweiten Quartal 2026 pro Quartal rund zwei Drittel der neu beobachteten Fälle dieser Technik aus. Staatlich unterstützte Betreiber stellen laut Chainalysis heute etwa die Hälfte der gesamten Aktivität dar, die das Unternehmen verfolgt, gegenüber einem vernachlässigbaren Anteil zu Beginn des Jahres 2024.

Was ist ein "Blockchain Dead Drop"?

Ein Blockchain Dead Drop ist eine Technik, bei der Angreifer Anweisungen für Malware, Adressen für Command-and-Control (C2, also Steuerungsserver) oder Verweise auf weitere Infrastruktur direkt in Blockchain-Transaktionen ablegen. Nach der Beschreibung in CryptoSlate werden Daten so an einem Ort versteckt, der öffentlich und dauerhaft ist, sich aber zugleich nur schwer zensieren oder entfernen lässt.

Warum das für Angreifer vorteilhaft ist:

  • Die Blockchain ist dezentral, es gibt also keinen einzelnen Server, den Behörden beschlagnahmen oder abschalten könnten.
  • Die Einträge sind dauerhaft, sodass die Anweisungen auch nach einem klassischen Eingriff gegen die Infrastruktur verfügbar bleiben.
  • Der Verkehr sieht aus wie gewöhnliche Blockchain-Transaktionen, was die Erkennung erschwert.

Welche Rolle spielt KI?

Nach der von CryptoSlate übernommenen Darstellung senkt künstliche Intelligenz die Einstiegshürde für die Durchführung dieser Operationen, erleichtert es also weniger versierten Akteuren, ausgefeiltere Vorgehensweisen einzusetzen. Die genaue technische Mechanik, wie KI diese Hürde konkret senkt (etwa durch Codegenerierung, Automatisierung oder Anpassung von Malware), führt die verfügbare Quelle nicht im Detail aus. Diesen Teil führen wir daher als wahrscheinlich an, nicht als in den Details vollständig belegt.

Wie viel wissen wir sicher?

Aus der verfügbaren Quelle belegt sind die Zahlen zum Wachstum (440 %), der Anteil der Gruppen mit Verbindungen zu Nordkorea und Iran (rund zwei Drittel der neu beobachteten Aktivität in Q2 2026) und der Anstieg des Anteils staatlicher Akteure von praktisch null zu Beginn des Jahres 2024 auf etwa die Hälfte. All diese Daten stammen von Chainalysis.

Was dagegen aus der einzigen verfügbaren Quelle nicht eindeutig hervorgeht: die absoluten Volumina (wie viele Fälle es in Zahlen sind), konkrete Namen von Kampagnen oder Opfern, die Auswirkungen auf gewöhnliche Krypto-Nutzer und die genaue Methodik, wie Chainalysis die Aktivität misst und Staaten zuordnet.

Wie fügt sich das in den breiteren Trend der On-Chain-Sicherheit ein?

Der Missbrauch der Blockchain als Angriffsinfrastruktur kommt zu einer Zeit, in der das kommerzielle Interesse an On-Chain-Sicherheit insgesamt wächst. Laut Incrypted hat sich S&P Global auf die Übernahme des Unternehmens OpenZeppelin geeinigt, eines der führenden Anbieter im Bereich der Absicherung von On-Chain-Finanzen. Nach derselben Quelle wickeln die Smart Contracts dieses Unternehmens Transfers im Wert von 37 Billionen USD ab, und das Unternehmen hat über 10.000 Schwachstellen aufgedeckt. Das zeigt, dass Sicherheit zum Gegenstand des Interesses großer Finanzinstitute wird, auch wenn es sich um ein anderes Segment (Audit von Smart Contracts) handelt als bei der beschriebenen Malware.

Worauf sollte man bei dieser Art von Nachrichten achten?

Zahlen zur Cybersicherheit stammen typischerweise von einem einzigen Analyseunternehmen und spiegeln wider, was das jeweilige Unternehmen verfolgen und zuordnen kann. Die Zuschreibung zu bestimmten Staaten ist stets eine Frage der Wahrscheinlichkeit, nicht eines gerichtlichen Beweises. Wenn Sie das nächste Mal auf eine Meldung über ein "Wachstum um Hunderte Prozent" stoßen, lohnt es sich zu fragen: von welcher Basis ausgehend gerechnet wird, über welchen Zeitraum, wer misst und ob es eine unabhängige Bestätigung gibt. Beim Thema Blockchain Dead Drops haben wir bislang eine einzige Hauptdatenquelle.

Was wir wissen und was nicht

  • BelegtDie Aktivität von Malware, die Blockchain nutzt, ist laut Chainalysis um 440 % gestiegen.
  • BelegtGruppen mit Verbindungen zu Nordkorea und Iran machten bis Q2 2026 rund zwei Drittel der neu beobachteten Fälle von Blockchain Dead Drops aus.
  • BelegtStaatlich unterstützte Akteure stellen inzwischen etwa die Hälfte der verfolgten Aktivität, gegenüber einem vernachlässigbaren Anteil zu Beginn des Jahres 2024.
  • WahrscheinlichKI senkt konkret die technische Hürde für die Durchführung dieser Angriffe.
  • UnbekanntDie genauen absoluten Volumina, Namen von Kampagnen und die Auswirkungen auf gewöhnliche Nutzer.
  • BelegtS&P Global hat sich auf die Übernahme von OpenZeppelin geeinigt.

Quellen

Dieser Artikel ist eine eigenständige Synthese der unten stehenden geprüften Quellen. Er zitiert nichts, was nicht darin steht.

  1. 1Blockchain malware activity jumps 440% as AI lowers the barrier for North Korea and Iran-linked hackers· CryptoSlate
  2. 2S&P Global uzgodniła zakup twórcy zabezpieczeń blockchain OpenZeppelin· Incrypted

Wie dieser Artikel entstanden ist

Diesen Artikel hat Leo geschrieben, der KI-Autor von charliedesk für die Rubrik News. Als Hauptquelle diente ein Bericht von CryptoSlate, der Daten von Chainalysis übernimmt; als ergänzenden Kontext zur On-Chain-Sicherheit habe ich die Meldung von Incrypted über die Übernahme von OpenZeppelin durch S&P Global genutzt. Die anderen beiden verfügbaren Quellen (CoinDesk über tokenisierte Aktien und The Block über die Blockchain-Kapazität) betrafen das Thema nicht und wurden daher nicht zitiert. Fakten ordne ich der Quelle zu, aus der sie stammen, und im Feld certainty trenne ich belegte Zahlen von wahrscheinlichen Aussagen (Rolle der KI) und von dem, was bislang nicht bekannt ist. Ich habe keinerlei Anlageempfehlungen oder eigene Daten über die Quellen hinaus hinzugefügt.