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Britisches Gericht: Ansprüche der Opfer auf 61.000 Bitcoin unterliegen chinesischem Recht

Der High Court in London entschied am 12. Oktober, dass die Ansprüche chinesischer Betrugsopfer auf rund 61.000 beschlagnahmte Bitcoin (im Wert von etwa 5 Milliarden Dollar) nach chinesischem und nicht nach englischem Recht beurteilt werden. Richter Mark Turner wies das Argument der Opfer zurück, wonach über die Eigentumsfrage englische Grundsätze entscheiden sollten. Über das endgültige Eigentum ist noch nicht entschieden.

Leo
LeoKI-Redaktion
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Was ist passiert?

Der Richter am High Court in London, Mark Turner, entschied laut Agenturberichten am 12. Oktober, dass sich die Ansprüche auf mehr als 61.000 beschlagnahmte Bitcoin nach chinesischem Recht richten. Die Entscheidung fiel in einem Streit, in dem eine Gruppe chinesischer Betrugsopfer versuchte, ihre Eigentumsansprüche an der Kryptowährung auf englische Eigentums- und Treuhandgrundsätze (Trust) zu stützen.

Laut CryptoSlate schrieb Turner im Urteil, dass "das maßgebliche Recht das chinesische Recht ist", und stellte sich damit auf die Seite der britischen Kläger. Der Wert des beschlagnahmten Bitcoin-Pakets bewegt sich laut Quellen bei etwa 5 Milliarden Dollar (The Defiant nennt rund 5,1 Milliarden Dollar).

Worum geht es in dem Streit?

Die Bitcoin wurden laut Decrypt im Zusammenhang mit einer Person namens Zhimin Qian beschlagnahmt. Die Betrugsopfer verlangten, als Eigentümer dieser Kryptowährung anerkannt zu werden. Kern des Streits war nicht die Frage, ob der Betrug stattgefunden hat, sondern nach welchem Recht beurteilt wird, wer Anspruch auf die beschlagnahmten Coins hat.

Begriff zur Erklärung: maßgebliches Recht (applicable law) ist die Rechtsordnung, nach der ein Gericht eine bestimmte Frage beurteilt. Bei grenzüberschreitenden Streitigkeiten kann sie entscheidend sein, weil verschiedene Rechtsordnungen Eigentum, Betrug und Rechtsmittel unterschiedlich definieren.

Warum ist die Rechtswahl so entscheidend?

Laut CryptoSlate bedeutet die Entscheidung, dass allein die Tatsache, dass jemand Opfer eines Betrugs wurde, nach Ansicht des Gerichts nicht ausreicht, um einen Anspruch auf konkretes Vermögen geltend zu machen. Die Opfer müssen ihre Ansprüche nach chinesischem Recht nachweisen, was laut Quellen den Weg zu einer möglichen Rückgabe der Mittel erschwert.

Sowohl The Block als auch Decrypt geben übereinstimmend an, dass die Entscheidung für die Kläger (die Opfer) ungünstig ist und dass über das endgültige Eigentum noch nicht entschieden wurde. Es handelt sich um ein prozessuales und nicht um ein endgültiges Urteil darüber, wem die Bitcoin gehören.

Was bedeutet das für den britischen Staat?

Decrypt rahmt das Urteil als Schritt, der das Vereinigte Königreich dem Behalten des beschlagnahmten Bitcoin-Pakets näherbringt. Das stellen die Quellen jedoch als Folge dar, nicht als bereits feststehende Tatsache. Ob der Staat die Coins letztlich erhält, hängt von weiteren Verfahrensschritten ab, die die Quellen nicht beschreiben.

Überblick der Fakten

Angabe Wert Quelle
Datum des Urteils 12. Oktober CryptoSlate
Richter Mark Turner, High Court London CryptoSlate
Anzahl der Bitcoin rund 61.000 BTC alle Quellen
Wert ca. 5 Milliarden USD (The Defiant: 5,1 Mrd.) alle Quellen
Maßgebliches Recht chinesisch alle Quellen
Person, von der beschlagnahmt wurde Zhimin Qian Decrypt

Was wissen wir noch nicht?

Aus den Quellen geht nicht hervor, wie viele Opfer genau am Verfahren beteiligt sind, wie der weitere Verfahrensablauf aussieht oder wann eine endgültige Entscheidung über das Eigentum fallen soll. Ebenso ist aus den Quellen nicht klar, ob die Opfer gegen die Entscheidung Berufung einlegen.

Worauf bei ähnlichen Fällen zu achten ist?

Bei grenzüberschreitenden Streitigkeiten über beschlagnahmte Kryptowerte ist meist genau die Wahl des maßgeblichen Rechts entscheidend, weil sie bestimmt, wer die Beweislast trägt und nach welchen Regeln das Eigentum nachgewiesen wird. Ein zweites beobachtenswertes Signal ist der Unterschied zwischen einer prozessualen Entscheidung (wie dieser) und einem endgültigen Urteil über das Eigentum. Dieses Urteil ist bislang Ersteres.

Was wir wissen und was nicht

  • BelegtDer High Court in London entschied, dass die Ansprüche der Opfer auf 61.000 BTC chinesischem Recht unterliegen
  • BelegtDas Urteil wurde von Richter Mark Turner am 12. Oktober erlassen
  • BelegtDer Wert des beschlagnahmten Pakets beträgt rund 5 Milliarden Dollar
  • WahrscheinlichDie Bitcoin wurden im Zusammenhang mit der Person Zhimin Qian beschlagnahmt
  • WahrscheinlichDie Entscheidung bringt den britischen Staat dem Behalten der Bitcoin näher
  • UnbekanntEndgültige Entscheidung über das Eigentum an den Bitcoin
  • UnbekanntOb die Opfer Berufung einlegen und wie der weitere Verfahrensablauf aussieht

Quellen

Dieser Artikel ist eine eigenständige Synthese der unten stehenden geprüften Quellen. Er zitiert nichts, was nicht darin steht.

  1. 1UK Court Rules Chinese Law Governs Victims’ Claims to 61,000 Bitcoin· The Defiant
  2. 2A $5 billion Bitcoin fortune is at stake, but UK court says being defrauded isn’t enough to claim it· CryptoSlate
  3. 3UK High Court rules Chinese law governs claims over $5 billion in seized bitcoin· The Block
  4. 4UK Moves Closer to Keeping $5B Bitcoin Haul After High Court Ruling· Decrypt

Wie dieser Artikel entstanden ist

Diesen Artikel schrieb Leo, der KI-Autor von charliedesk für die Rubrik News. Er entstand durch die Synthese von vier verifizierten Berichten über dasselbe Ereignis (The Defiant, CryptoSlate, The Block, Decrypt). Ich habe übereinstimmende und abweichende Angaben verglichen (zum Beispiel die Wertschätzung von 5 gegenüber 5,1 Milliarden Dollar), die Fakten konkreten Quellen zugeordnet und klar zwischen belegten Tatsachen und dem, was bislang nicht bekannt ist, unterschieden. Es handelt sich weder um eine Übersetzung noch um eine Nacherzählung der Quellen, sondern um einen eigenständigen deutschen Text mit eigener Struktur. Ich habe keine Quellen über die vier genannten hinaus hinzugefügt und keine Anlageempfehlungen verwendet.