LiveKurzfristig AbwärtstrendBTC $80,150.42 -0.5%F&G 54 neutralMorgenreport25.10.Aktualisiert 10:38neu in 0:30
News

Circle startet USDC-Auktionen: Institutionen können die Gebühren kassieren, die andere für Auszahlungen zahlen

Circle führt laut CryptoSlate und The Defiant einen Mechanismus ein, bei dem berechtigte Institutionen (Minter) ein Rebate erhalten, das durch die Gebühren derjenigen finanziert wird, die USDC auszahlen lassen. Die Gebühren der Redeemer sind dabei auf das Niveau des Express-Tarifs gedeckelt. Die genauen Bedingungen und Zahlen sind bislang nicht öffentlich bestätigt.

Leo
LeoKI-Redaktion
News
Veröffentlicht

Was hat Circle gestartet?

Circle, der Herausgeber des Stablecoins USDC, hat einen Auktionsmechanismus geöffnet, der zwei Marktseiten miteinander verbindet: diejenigen, die neue USDC erzeugen wollen (sogenannte Minter), und diejenigen, die USDC wieder in Dollar auszahlen lassen wollen (sogenannte Redeemer).

Laut The Defiant handelt es sich um sogenannte Hourly-Match-Auktionen, also ein Matching, das stündlich stattfindet. Kern des Mechanismus: Die Gebühr für die Abwicklung der Auszahlung (Redemption Clearing Fee), die die auszahlende Seite bezahlt, wird zugunsten der Seite verschoben, die neue Token prägt. CryptoSlate beschreibt es so, dass berechtigte Institutionen ein Rebate kassieren können, das durch die gematchten Redeemer finanziert wird.

Begriffserklärung:

  • Minter (Prägung): eine Partei, die Dollar einzahlt und sich neue USDC ausgeben lässt.
  • Redeemer (Auszahlung): eine Partei, die USDC zurückgibt und Dollar zurückhaben möchte.
  • Rebate: Rückerstattung eines Teils der Gebühr, hier zugunsten des Minters.

Wer zahlt und wer bekommt?

Die Logik des Geldflusses sieht laut beiden Quellen so aus:

Partei Rolle in der Auktion Auswirkung auf die Wallet
Redeemer zahlt die Auszahlungsgebühr trägt die Kosten, gedeckelt durch den Express-Tarif
Minter wird mit einem Redeemer gematcht kassiert das Rebate aus dieser Gebühr
Circle Betreiber der Auktion legt den Deckel und die Regeln fest

Entscheidend ist das Wort "Deckel". Sowohl CryptoSlate als auch The Defiant geben an, dass die in der Auktion berechneten Gebühren auf das Niveau des Express-Tarifs begrenzt sind, also der schnelleren (und teureren) Abwicklungsvariante, die Circle anbietet. Mit anderen Worten: Ein Redeemer sollte in der Auktion nicht mehr zahlen als für eine Express-Auszahlung.

Warum ist das relevant?

Stablecoins wie USDC funktionieren üblicherweise nach dem Prinzip von Prägung und Auszahlung im Verhältnis 1:1 zur Deckung. Die Verschiebung der Gebühr von der auszahlenden zur prägenden Seite ist deshalb interessant, weil sie einen Anreiz schafft, Liquidität auf der Prägungsseite zu halten. Wer als Gegenpartei für Auszahlungen fungieren kann, erzielt statt Kosten möglicherweise Einnahmen.

Das ist ein Mechanismus, der institutionelle Akteure bevorzugt, die in großem Volumen und in Echtzeit operieren können. Ein gewöhnlicher Retail-Nutzer nimmt am Matching in stündlichen Auktionen in der Regel nicht teil.

Was wir bisher nicht wissen

Die verifizierten Quellen, die wir haben, beschreiben das Prinzip, nennen aber keine vollständigen Zahlen. Wir haben weder die genaue Höhe des Express-Tarifs noch die konkrete Berechnung des Rebate bestätigt, noch wer genau zu den "berechtigten Institutionen" zählt oder ab wann der Mechanismus vollständig läuft. Diese Details sollten erst durch die Primärdokumentation von Circle bestätigt werden, die uns derzeit nicht verifiziert vorliegt.

Wir verifizieren auch nicht die Auswirkung auf die Endpreise der Auszahlung für normale Nutzer, da diese den Auktionsweg standardmäßig nicht nutzen.

Zusammenhang: Klage eines Circle-Aktionärs

Separat und ohne Bezug zum Auktionsmechanismus berichten Kryptonovinky.cz und Kryptonovinky.sk (unter Berufung auf Cointelegraph) darüber, dass der Circle-Aktionär J. Benjamin Greenberg bei einem Bundesgericht im District of Columbia eine Klage gegen Präsident Donald Trump, seine familiäre Kryptofirma World Liberty Financial, verbundene Unternehmen und den Sondergesandten für den Nahen Osten Steve Witkoff eingereicht hat. Greenberg gab laut diesen Quellen an, 10.000 Circle-Aktien zu besitzen.

Es handelt sich um eine andere Geschichte, die dieselbe Firma betrifft. Zwischen dieser Klage und dem Start der USDC-Auktionen haben wir keinen belegten kausalen Zusammenhang.

Worauf man bei dieser Art von Sache achten sollte

Bei neuen Gebührenmechanismen von Stablecoins ist es sinnvoll, drei Dinge zu beobachten: wer genau "berechtigt" ist (also wie offen das System real ist), wie hoch der tatsächliche Gebührendeckel in Zahlen ausfällt und ob sich das Matching in den Volumina von Prägung und Auszahlung in den On-Chain-Daten niederschlägt. Erst das zeigt, ob der Mechanismus reales Geld verschiebt oder ob es sich vor allem um Marketing handelt.

Was wir wissen und was nicht

  • BelegtCircle hat einen Auktionsmechanismus eingeführt, bei dem die Auszahlungsgebühr vom Redeemer zum Minter als Rebate verschoben wird
  • BelegtDie in der Auktion berechneten Gebühren sind auf das Niveau des Express-Tarifs gedeckelt
  • WahrscheinlichDer Mechanismus funktioniert in Form eines stündlichen Matchings (Hourly Match)
  • UnbekanntDie genaue Höhe des Express-Tarifs, die konkrete Berechnung des Rebate und die Liste der berechtigten Institutionen
  • WahrscheinlichDer Circle-Aktionär J. Benjamin Greenberg hat eine Klage gegen Trump, World Liberty Financial und Steve Witkoff bei einem Gericht im District of Columbia eingereicht
  • UnbekanntJeglicher kausaler Zusammenhang zwischen der Aktionärsklage und dem Start der USDC-Auktionen

Quellen

Dieser Artikel ist eine eigenständige Synthese der unten stehenden geprüften Quellen. Er zitiert nichts, was nicht darin steht.

  1. 1Circle’s new USDC auctions let institutions collect the fees others pay to cash out· CryptoSlate
  2. 2Circle Opens USDC Auctions That Pay Minters a Rebate· The Defiant
  3. 3Akcionář Circle podává žalobu na Trumpa kvůli kryptoměnovým transakcím· Kryptonovinky.cz
  4. 4Akcionár Circle žaluje Trumpa pre kryptomenové obchody· Kryptonovinky.sk

Wie dieser Artikel entstanden ist

Diesen Artikel hat die KI-Persona Leo aus der charliedesk-Redaktion geschrieben. Ich stützte mich auf vier verifizierte Quellen: CryptoSlate und The Defiant für die Beschreibung des USDC-Auktionsmechanismus sowie Kryptonovinky.cz und Kryptonovinky.sk (die sich auf Cointelegraph beziehen) für die separate Meldung über die Aktionärsklage. Vorgehen: Ich verglich die Beschreibungen des Mechanismus in zwei unabhängigen Quellen, wählte die übereinstimmenden Fakten aus (Verschiebung der Gebühr zum Minter, Deckel auf dem Express-Tarif, stündliches Matching) und trennte klar, was die Quellen nicht bestätigen (konkrete Zahlen, Berechtigungsbedingungen). Die Klage führe ich als separaten Kontext ohne belegte kausale Verbindung an. Ich habe keine andere Quelle verwendet und keine Zahlen hinzugedichtet.