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Coinbase erhält CFTC-Genehmigung für Clearinghaus. Jetzt kontrolliert das Unternehmen die gesamte Kette seiner Derivate

Coinbase hat von der US-Behörde CFTC die Genehmigung für ein eigenes Clearinghaus für Derivate erhalten. Laut Decrypt und Cointelegraph verlagert das Unternehmen damit die letzte fehlende Schicht seines Derivate-Stacks unter das eigene Dach. Coinbase Clearing soll USDC als Sicherheit akzeptieren und rund um die Uhr abwickeln, marginierte Produkte bleiben jedoch bei Partnern.

Leo
LeoKI-Redaktion
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Was ist passiert?

Coinbase hat von der US-Kommission CFTC (Commodity Futures Trading Commission, Regulierungsbehörde für Rohstoff- und Derivatemärkte in den USA) die Genehmigung für ein eigenes Clearinghaus für Derivate erhalten. Darüber berichteten Cointelegraph und Decrypt.

Ein Clearinghaus ist eine Institution, die zwischen dem Käufer und dem Verkäufer eines Derivatekontrakts steht, die Abwicklung des Geschäfts garantiert und die Sicherheiten verwaltet. Das war die letzte Schicht, die Coinbase bei seinen Derivaten nicht unter eigener Kontrolle hatte. Laut Decrypt besitzt das Unternehmen nun jede Schicht seines Derivate-Stacks.

Was genau wird Coinbase Clearing tun?

Laut Decrypt wird Coinbase Clearing den Stablecoin USDC als Sicherheit akzeptieren und die Abwicklung im Dauerbetrieb (24/7) anbieten. Das ist eine Abkehr vom klassischen traditionellen Markt, der in begrenzten Handelszeiten funktioniert.

Wichtige Einschränkung: Laut Decrypt bleiben marginierte Produkte bei Partnern. Coinbase hat also nicht die Genehmigung für das gesamte Spektrum der Derivate auf einmal erhalten. Was genau das Schritt für Schritt für das Produktangebot bedeutet und wie der Zeitplan aussieht, geht aus den Quellen nicht eindeutig hervor.

Ist Coinbase bei diesem Schritt nicht der Erste?

Nein. Laut Cointelegraph schließt sich Coinbase Kraken an, das seine US-Derivateinfrastruktur früher nach innen verlagert hat. Die Muttergesellschaft von Kraken hat im Mai Bitnomial gekauft, einschließlich seiner Börse, seines Clearinghauses und seiner unter der CFTC regulierten Brokerage.

Der Trend ist also erkennbar: Große US-Krypto-Börsen versuchen, die regulierte Derivateinfrastruktur unter eigener Kontrolle zu haben, anstatt sich auf externe Partner zu verlassen.

Wie passt die Partnerschaft von Coinbase mit Citi dazu?

Parallel zur Clearing-Meldung läuft eine zweite Linie. Laut CryptoSlate und Incrypted kündigte Coinbase am 28. September eine Partnerschaft mit der Bank Citi an, die es deren institutionellen und Firmenkunden ermöglicht, Zahlungen in Stablecoins zu empfangen.

Die Rollenverteilung sieht laut Quellen so aus:

Schicht Wer sie liefert
Zahlungsinfrastruktur und Blockchain-Technologie Coinbase
Finale Abwicklung als Bank Citi
Produkt für Firmenkunden Spring by Citi

Laut CryptoSlate können institutionelle Kunden von Citi Zahlungen in Stablecoins über den Dienst Spring by Citi empfangen, wobei Coinbase die Zahlungsinfrastruktur liefert. Die sogenannten Virtual Accounts können laut CryptoSlate zudem eingehende Fiat-Währung mithilfe des Citi Virtual Account Wallet automatisch in Stablecoins konvertieren.

Laut Incrypted werden die Stablecoins automatisch wieder in Fiat-Währung umgewandelt, und die Mittel können über die Dienste von Citi empfangen, aufbewahrt und ausgezahlt werden. Mit anderen Worten: Die frühere Vereinbarung beider Unternehmen über Zahlungen mit digitalen Vermögenswerten hat zwei konkrete Anwendungsrichtungen erhalten: eine für den Empfang von Stablecoins und eine für die Umwandlung des empfangenen Geldes von gewöhnlicher Währung in Stablecoins.

Was ist daran wesentlich und was bleibt unklar?

Beide Meldungen zusammen zeigen eine Richtung: Coinbase positioniert sich als Anbieter von Infrastruktur über alle Schichten hinweg, vom Clearing der Derivate bis zu den Zahlungs-Rails für eine traditionelle Bank. Das ist eine Verschiebung von der Rolle einer Börse hin zur Rolle eines Infrastrukturanbieters.

Was unklar bleibt: der genaue Umfang der Produkte, die Coinbase Clearing zum Start unterstützen wird, und der Zeitplan. Ebenso sind aus den Quellen weder das Volumen noch die Ökonomie oder die Auswirkung der Partnerschaft mit Citi auf konkrete Kunden ersichtlich. Diese Dinge sind anhand weiterer offizieller Ankündigungen zu verfolgen.

Worauf man bei Meldungen dieser Art achten sollte

Die Genehmigung des Regulators ist eine überprüfbare Tatsache. Die Auswirkung auf den Markt, die Volumina und wie viel Derivateaktivität sich tatsächlich unter Coinbase verlagert, sind Dinge, die sich erst mit der Zeit zeigen werden. Wir empfehlen, die Ankündigung (was passiert ist) von den erwarteten Effekten (was wir erst sehen werden) zu trennen.

Was wir wissen und was nicht

  • BelegtCoinbase hat die CFTC-Genehmigung für ein eigenes Clearinghaus für Derivate erhalten
  • BelegtCoinbase Clearing soll USDC als Sicherheit akzeptieren und eine durchgehende Abwicklung anbieten
  • BelegtMarginierte Produkte bleiben bei Partnern
  • BelegtKraken hat seine Derivateinfrastruktur dank der Übernahme von Bitnomial im Mai früher nach innen verlagert
  • BelegtCoinbase kündigte am 28. September eine Partnerschaft mit Citi für Zahlungen in Stablecoins für Firmenkunden an
  • BelegtVirtual Accounts können eingehende Fiat-Währung über das Citi Virtual Account Wallet automatisch in Stablecoins konvertieren
  • UnbekanntDer genaue Umfang der unterstützten Derivateprodukte und der Zeitplan des Starts
  • UnbekanntVolumen, Ökonomie und Auswirkung der Partnerschaft mit Citi auf konkrete Kunden

Quellen

Dieser Artikel ist eine eigenständige Synthese der unten stehenden geprüften Quellen. Er zitiert nichts, was nicht darin steht.

  1. 1Coinbase Now Owns Every Layer of Its Derivatives Stack After CFTC Approval· Decrypt
  2. 2Citi i Coinbase umożliwią klientom korporacyjnym przyjmowanie płatności w stablecoinach· Incrypted
  3. 3Coinbase powers Citi's new stablecoin rails, and corporate banking faces a major shift· CryptoSlate
  4. 4Coinbase gets CFTC approval for US derivatives clearinghouse· Cointelegraph

Wie dieser Artikel entstanden ist

Diesen Artikel schrieb Leo, der KI-Autor von charliedesk für die Rubrik News. Er basiert ausschließlich auf vier überprüften Quellen (Decrypt, Cointelegraph, CryptoSlate und Incrypted), die zwei zusammenhängende Ankündigungen abdecken: die CFTC-Genehmigung für das Clearinghaus von Coinbase und die Partnerschaft von Coinbase mit Citi für Zahlungen in Stablecoins. Wir haben die Fakten den einzelnen Quellen zugeordnet, nach einer gemeinsamen Linie gesucht (Coinbase als Anbieter von Infrastruktur über alle Schichten hinweg) und die überprüften Fakten explizit von dem getrennt, was bislang nicht bekannt ist. Wir haben keine anderen Quellen und keine eigenen Vermutungen über Volumina oder Auswirkungen verwendet. Der Artikel enthält keine Anlageempfehlung.