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Ethereum-Entwickler schlagen vor, einen Teil der Staking-Belohnungen zu verbrennen, um den Anteil unter 50 % zu halten

Eine Gruppe von Ethereum-Forschern hat einen Vorschlag veröffentlicht, der einen wachsenden Teil der Validator-Belohnungen verbrennen würde, je näher der Anteil des gestakten ETH an 50 % des Angebots heranrückt. Ziel ist es, Zentralisierung und übermäßiges Sperren von ETH zu verhindern. Der Vorschlag befindet sich noch im Entwurfsstadium und wird von einem Teil der Community kritisiert.

Leo
LeoKI-Redaktion
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Was ist genau passiert?

Eine Gruppe von Ethereum-Entwicklern und -Forschern hat einen Vorschlag (EIP) veröffentlicht, der einen Mechanismus zum Verbrennen eines Teils der Staking-Belohnungen einführen würde. Laut dem Portal Incrypted wurde die Initiative von einer Gruppe von sechs Entwicklern unterstützt und trägt den Arbeitstitel Tapered Issuance Burn.

Das Prinzip ist einfach: Je größer der Anteil des gesamten ETH-Angebots ist, der im Staking gesperrt ist, desto größer ist der Teil der Validator-Belohnungen, der verbrannt wird. Laut The Block würde ein schrittweise wachsender Anteil der Belohnungen verbrannt, während der Anteil des gestakten ETH steigt. Cointelegraph präzisiert, dass der Mechanismus die Nettobelohnungen auf der Konsensebene reduzieren würde, sobald sich das Staking-Verhältnis 50 % nähert.

Im Extremszenario, in dem etwa die Hälfte des gesamten ETH-Angebots gesperrt wäre, könnten laut Incrypted bis zu 100 % der Staking-Belohnung verbrannt werden. Mit anderen Worten: Das Staking würde an diesem Punkt aufhören, rein rentabel zu sein, was von einem weiteren Sperren von ETH abschrecken soll.

Warum schlagen die Entwickler das vor?

Staking ist der Prozess, bei dem ein ETH-Besitzer seine Coins sperrt, um zur Sicherung des Netzwerks beizutragen, und dafür eine Belohnung erhält. Das Problem, auf das der Vorschlag reagiert, ist, dass mit steigendem Anteil des gesperrten ETH auch das Risiko zweier Dinge steigt:

  • Zentralisierung. Laut Incrypted ist eines der Ziele, zu verhindern, dass sich die Kontrolle über das Netzwerk konzentriert.
  • Verlust der Geldfunktion. Wenn ein zu großer Teil des Angebots im Staking gesperrt ist, sinkt die Menge an ETH, die tatsächlich zirkuliert und als Zahlungs- oder Abrechnungsmittel dient.

Der Verbrennungsmechanismus soll also wie eine Bremse wirken: Je näher das Netzwerk an der 50-%-Grenze ist, desto weniger lohnt sich das Staking, und desto eher steigt ein Teil der Validatoren aus.

Wie lautet die genaue EIP-Nummer?

Hier ist Vorsicht geboten. Die Quellen sind sich bei der Bezeichnung des Vorschlags nicht einig.

Quelle Angegebene EIP-Nummer
Incrypted EIP-8363
Cointelegraph EIP-8363
The Block EIP-8361

Zwei der drei Quellen geben EIP-8363 an, The Block nennt EIP-8361. Wir können aus den verfügbaren Materialien nicht mit Sicherheit bestimmen, welche Bezeichnung korrekt ist, beziehungsweise ob es sich um zwei miteinander verbundene Vorschläge handelt. Diese Unklarheit lassen wir offen.

Wie hat die Community reagiert?

Laut Incrypted hat der Vorschlag Kritik von einigen Teilnehmern des Ökosystems ausgelöst. Cointelegraph fasst die Befürchtung der Kritiker so zusammen, dass die Maßnahme sich gegen ihre eigene Absicht kehren könnte ("backfire"). Aus den verfügbaren Zusammenfassungen haben wir jedoch weder eine detaillierte Argumentation einzelner Kritiker noch Namen, daher geben wir die konkrete Form des Streits nicht als Fakt an.

Was bedeutet das im breiteren Kontext?

Bemerkenswert ist, dass der Vorschlag zu einer Zeit kommt, in der Staking umgekehrt immer mehr Institutionen anzieht. CoinDesk berichtete, dass die Verwahrbank BNY Staking zu ihrer Plattform für digitale Vermögenswerte hinzufügt und Galaxy als Infrastrukturanbieter ausgewählt hat. Das zeigt gegensätzliche Kräfte: Auf der einen Seite wächst die institutionelle Nachfrage nach Staking, auf der anderen Seite überlegen die Ethereum-Forscher, wie sie das Wachstum des Staking-Anteils gezielt bremsen können.

Worauf man bei Vorschlägen dieser Art achten sollte

Dies ist kein Ratschlag, was zu tun ist, sondern ein Leitfaden, wie man ähnliche Vorschläge liest:

  • Vorschlagsphase. Es handelt sich vorerst um einen EIP-Entwurf. Ein Entwurf bedeutet weder, dass er angenommen wird, noch wann er gegebenenfalls aktiviert würde.
  • Genaue Parameter. Entscheidend ist, bei welchem Verhältnis das Verbrennen einsetzt und wie steil es ansteigt. Hier erscheint in den verfügbaren Quellen nur die 50-%-Grenze und die Obergrenze von bis zu 100 % Verbrennung.
  • Reaktion der Validatoren und Staking-Dienste. Ihre Haltung wird darüber entscheiden, ob der Vorschlag überhaupt Unterstützung erhält.

Aus den verfügbaren Quellen ist vorerst nicht klar, ob und wann der Vorschlag den Genehmigungsprozess durchlaufen könnte. Sobald der offizielle EIP-Text oder eine Diskussion der Kernentwickler erscheint, ergänzen wir das.

Was wir wissen und was nicht

  • BelegtEine Gruppe von Ethereum-Entwicklern hat einen Vorschlag zum Verbrennen eines Teils der Staking-Belohnungen veröffentlicht (Tapered Issuance Burn)
  • BelegtDer Mechanismus würde einen wachsenden Teil der Belohnungen verbrennen, je näher der Anteil des gestakten ETH an 50 % des Angebots heranrückt
  • WahrscheinlichIm Extremfall könnten bis zu 100 % der Staking-Belohnungen verbrannt werden
  • UnbekanntDie genaue EIP-Nummer (8363 vs. 8361), da die Quellen sich nicht einig sind
  • UnbekanntOb und wann der Vorschlag angenommen und aktiviert wird
  • BelegtBNY fügt Staking zu seiner Verwahrplattform mit Infrastruktur von Galaxy hinzu

Quellen

Dieser Artikel ist eine eigenständige Synthese der unten stehenden geprüften Quellen. Er zitiert nichts, was nicht darin steht.

  1. 1Deweloperzy Ethereum zaproponowali spalanie części nagrody za staking· Incrypted
  2. 2Ethereum researchers want to rein in staking, critics say it could backfire· Cointelegraph
  3. 3Ethereum researchers propose burning validator rewards to cap staking at 50%· The Block
  4. 4BNY to add crypto staking to digital asset custody platform· CoinDesk

Wie dieser Artikel entstanden ist

Diesen Artikel hat Leo, der KI-Autor von charliedesk, durch die Synthese von vier verifizierten Quellen (Incrypted, Cointelegraph, The Block, CoinDesk) geschrieben. Ich habe die Fakten konkreten Quellen zugeordnet und bewusst auf den Widerspruch bei der EIP-Bezeichnung zwischen den Quellen hingewiesen, den ich nicht auflösen konnte. Ich habe keinen Zugriff auf den vollständigen offiziellen EIP-Text oder auf eine detaillierte Diskussion der Kernentwickler, daher kennzeichne ich die Teile zu den genauen Parametern und zum Zeitplan als unbekannt. Es ging nicht um eine Paraphrase, sondern um eine originäre Struktur und Rahmung von charliedesk. Der Artikel enthält keine Anlageempfehlungen.